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Oberon

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Sultanin, IX. 5, (Sequin) eine Tuerkische Goldmuenze, deren Werth hier, wo es
auf eine sehr genaue Bestimmung nicht ankommt, etwa einem Goldguelden oder
halben Maxd'or gleich angenommen werden kann.

Unangemuthet, III. 39, d.i. ohne eine Anmuthung zu dieser Person zu spueren,
ohne dass sein Herz ihm etwas fuer sie sagt, ohne dass sie ihn interessiert.
Muth (Mod, Mûat, Mûoth) hiess bey den alten Angelsachsen, Franken und
Allemannen animus bene vel male adfectus, das Gemueth, oder was wir
figuerlich das Herz nennen, und Muthen war so viel als das Gemueth in
Bewegung setzen, anziehen. Daher Anmuth, was unser Herz anspricht, anzieht.
Das Zeitwort anmuthen scheint also vorzueglich dazu geschickt zu seyn,
wenigstens in vielen Faellen die Stelle des fremden und unsern Puristen
anstoessigen interessieren zu ersetzen; zumahl wenn unsre Schriftsteller sich
entschloessen, dieses Wort in dem Sinne, worin es ansinnen oder zumuthen (d.
i. verlangen dass ein anderer ueber eine gewisse Sache eben so gemuthet sey
wie wir) heisst, nie wieder zu gebrachten. Von etwas angemuthet oder
unangemuthet seyn oder werden, waere diesem nach so viel als davon
interessiert oder nicht interessiert werden: und in diesem Sinne scheint
unser Dichter das von ihm vermuthlich zuerst gebrauchte Wort unangemuthet
genommen zu haben.

Ventregris, II. 20. Ein nur in Scherasmins Munde duldbarer, wiewohl
ehemahls dem Koenig Heinrich IV. von Frankreich sehr gelaeufiger,
Gaskonnischer Schwur, statt Ventre-Saint-Gris.

Verdriess, I. 41. Die alte Form des Wortes Verdruss, welche hier mit gutem
Bedacht der gewoehnlichen vorgezogen worden ist.

Verluppt, III. 36. "Ganz in verlupptem Stahl," d. i. in bezauberten Waffen.
Luppen, verluppen hiess in der alten Allemannischen Sprache vergiften; daher
verlueppte Pfeile. Weil aber, wie Wachter wohl anmerkt, im gemeinen
Volksglauben giftmischen und zaubern verwandte und associierte Begriffe
sind, so bekamen die Worte luppen, verluppt, auch die Bedeutung von zaubern
und bezaubert. So sagt zum Beyspiel Koenig Tyrol (beym Goldast):

Der konnte luppen, (d.i. zaubern) mit die (dem) Speer;

und der Dichter Nithart (ebenfalls in Goldasts Paraenet.) Zoeverluppe fuer
Zauber, fascinum magicum.

Versehen, IV. 63. Etwas versehen, d. i. schicken, verfuegen, kommt in dieser
veralteten Form und Bedeutung oefters in Luthers Bibel vor.

Versteinen, VIII. 61, zu Stein werden, statt des gewoehnlichen versteinern,
wo das r in der Endsylbe ueberfluessig und sogar unrichtig ist. Wenn man
verbessern, verschoenern, verkleinern, vergroessern sagt, so geschieht es
darum, weil etwas besser, schoener, kleiner, groesser werden soll als es war.
Bey versteinert hingegen ist die Rede nicht davon, etwas noch steinerner
als es ist, sondern etwas, das kein Stein war, zum Stein zu machen.

Wage, V. 72, VII. 22. Fuer das, was man bey einer Entschliessung wagt. Wage
ist in dieser Bedeutung ein zwar veraltetes, aber wenn es am rechten Orte
steht, jedem verstaendliches, und kaum entbehrliches Altdeutsches Wort. Auch
Wagestueck, welches in einigen Provinzen noch gehoert wird, fuer eine
gefahrvolle Unternehmung, verlangt mit gleichem Recht wieder in Umlauf zu
kommen.

Wehre fuer Gewehre, I. 43. Wehrgeschmeide, III. 4, fuer Waffenschmuck,
Waffenruestung.--Woerter, die in der Dichtersprache erhalten zu werden
verdienen.

Weib, III. 58 "da steht vor ihm ein goettergleiches Weib,"--wird hier in
der Altdeutschen Bedeutung gebraucht, vermoege deren es, wie das Griechische
gyne, eine jede Frauensperson, ohne Ruecksicht auf Geburt, Stand und Alter
bezeichnet. So kommt das Wort Wib bestaendig bey den Minnesaengern vor,
wiewohl schon Walther von der Vogelweide in einem seiner schoensten Lieder
sich sehr darueber ereifert, dass man zu seiner Zeit (im 13ten Jahrhunderte)
schon einen Unterschied zu machen anfing, weil die vornehmern nicht mehr
Weiber sondern Frowen (Frauen) heissen wollten. Indessen sagen noch itzt in
Oberdeutschland Personen von Stande, wenn von ihres gleichen die Rede ist,
--"Sie ist ein schoenes Weib"; und auch in unsrer neuern Dichtersprache ist
das Wort Weib von mehrern wieder in seine alte Wuerde eingesetzt worden.
Denn, wie der eben benannte edle Minnesaenger sagt:

Wib muss immer sin der Wibe hoehster Nahme.

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* Jene waren, der Erzbischof von Rheims, der Bischof Herzog von Laon, der
Bischof Herzog von Langres, der Bischof Graf von Beauvais, und die Bischoefe
von Chalons sur Marne und von Noyon; Diese, die drey Herzoge von Burgund,
Normandie und Guyenne, und die drey Grafen von Flandern, Champagne und
Toulouse. (Zurueck)

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