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New Philadelphia Book Publisher Highlights Local Talent
Book and Publishing News from Publishers Newswire(tm)

Looking for Child to be on Cover of a New Book, 'The Model Child'
PHILADELPHIA, Pa. -- The Philadelphia literary world will celebrate the launch of two new players today, April 10th: Kay Square Press, a new publishing company focused on Philadelphia-area artists, their stories, and their art; and Kay Square's first release, 'With the Rich and Mighty: Emlen Etting of Philadelphia' (ISBN: 978-0-9815129-0-7), a critical biography by Kenneth C. Kaleta.

FlatSigned Press Alleges Don Imus Remarks Damage Legacy of President Gerald R. Ford
NEW YORK, N.Y. -- Nathan Yungerberg, an accomplished model scout and professional child photographer is launching a nation-wide casting call to find the cover model for his highly anticipated book release, 'The Model Child: A Parents Guide to the Child Modeling Industry' (ISBN: 978-0-9817018-0-6).

Die Aufzeichnungen des Malte Laurid Brigge

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Fast glaube ich es, wenn ich bedenke, wie an dieser Erleichterung
Gottes eine so einfaeltige Liebende wie Mechthild, eine so hinreissende
wie Therese von Avila, eine so wunde wie die Selige Rose von Lima,
hinsinken konnte, nachgiebig, doch geliebt. Ach, der fuer die
Schwachen ein Helfer war) ist diesen Starken ein Unrecht; wo sie schon
nichts mehr erwarteten, als den unendlichen Weg, da tritt sie noch
einmal im spannenden Vorhimmel ein Gestalteter an und verwoehnt sie mit
Unterkunft und verwirrt sie mit Mannheit. Seines stark brechenden
Herzens Linse nimmt noch einmal ihre schon parallelen Herzstrahlen
zusamm, und sie, die die Engel schon ganz fuer Gott zu erhalten hofften,
flammen auf in der Duerre ihrer Sehnsucht.

(Geliebtsein heisst aufbrennen. Lieben ist: Leuchten mit
unerschoepflichem OEle. Geliebtwerden ist vergehen, Lieben ist dauern.)

Es ist gleichwohl moeglich, dass Abelone in spaeteren Jahren versucht hat,
mit dem Herzen zu denken, um unauffaellig und unmittelbar mit Gott in
Beziehung zu kommen. Ich koennte mir vorstellen, dass es Briefe von ihr
giebt, die an die aufmerksame innere Beschauung der Fuerstin Amalie
Galitzin erinnern; aber wenn diese Briefe an jemanden gerichtet waren,
dem sie seit Jahren nahestand, wie mag der gelitten haben unter ihrer
Veraenderung. Und sie selbst: ich vermute, sie fuerchtete nichts als
jenes gespenstische Anderswerden, das man nicht merkt, weil man
bestaendig alle Beweise dafuer, wie das Fremdeste, aus den Haenden laesst.

Man wird mich schwer davon ueberzeugen, dass die Geschichte des
verlorenen Sohnes nicht die Legende dessen ist, der nicht geliebt
werden wollte. Da er ein Kind war, liebten ihn alle im Hause. Er
wuchs heran, er wusste es nicht anders und gewoehnte sich in ihre
Herzweiche, da er ein Kind war.

Aber als Knabe wollte er seine Gewohnheiten ablegen. Er haette es
nicht sagen koennen, aber wenn er draussen herumstrich den ganzen Tag
und nicht einmal mehr die Hunde mithaben wollte, so wars, weil auch
sie ihn liebten: weil in ihren Blicken Beobachtung war und Teilnahme,
Erwartung und Besorgtheit; weil man auch vor ihnen nichts tun konnte,
ohne zu freuen oder zu kraenken. Was er aber damals meinte, das war
die innige Indifferenz seines Herzens, die ihn manchmal frueh in den
Feldern mit solcher Reinheit ergriff, dass er zu laufen begann, um
nicht Zeit und Atem zu haben, mehr zu sein als ein leichter Moment, in
dem der Morgen zum Bewusstsein kommt.

Das Geheimnis seines noch nie gewesenen Lebens breitete sich vor ihm
aus. Unwillkuerlich verliess er den Fusspfad und lief weiter feldein,
die Arme ausgestreckt, als koennte er in dieser Breite mehrere
Richtungen auf einmal bewaeltigen. Und dann warf er sich irgendwo
hinter eine Flecke, und niemand legte Wert auf ihn. Er schaelte sich
eine Floete, er schleuderte einen Stein nach einem kleinen Raubtier, er
neigte sich vor und zwang einen Kaefer umzukehren: dies alles wurde
kein Schicksal, und die Himmel gingen wie ueber Natur. Schliesslich kam
der Nachmittag mit lauter Einfaellen; man war ein Bucanier auf der
Insel Tortuga, und es lag keine Verpflichtung darin, es zu sein; man
belagerte Campeche, man eroberte Vera-Cruz; es war moeglich, das ganze
Heer zu sein oder ein Anfuehrer zu Pferd oder ein Schiff auf dem Meer:
je nachdem man sich fuehlte. Fiel es einem aber ein, hinzuknien, so
war man rasch Deodat von Gozon und hatte den Drachen erlegt und
vernahm, ganz heiss, dass dieses Heldentum hoffaehrtig war, ohne Gehorsam.
Denn man ersparte sich nichts, was zur Sache gehoerte. Soviel
Einbildungen sich aber auch einstellten, zwischendurch war immer noch
Zeit, nichts als ein Vogel zu sein, ungewiss welcher. Nur dass der
Heimweg dann kam.

Mein Gott, was war da alles abzulegen und zu vergessen; denn richtig
vergessen, das war noetig; sonst verriet man sich, wenn sie draengten.
Wie sehr man auch zoegerte und sich umsah, schliesslich kam doch der
Giebel herauf. Das erste Fenster oben fasste einen ins Auge, es mochte
wohl jemand dort stehen. Die Hunde, in denen die Erwartung den ganzen
Tag angewachsen war, preschten durch die Buesche und trieben einen
zusammen zu dem, den sie meinten. Und den Rest tat das Haus. Man
musste nur eintreten in seinen vollen Geruch, schon war das Meiste
entschieden. Kleinigkeiten konnten sich noch aendern; im ganzen war
man schon der, fuer den sie einen hier hielten; der, dem sie aus seiner
kleinen Vergangenheit und ihren eigenen Wuenschen laengst ein Leben
gemacht hatten; das gemeinsame Wesen, das Tag und Nacht unter der
Suggestion ihrer Liebe stand, zwischen ihrer Hoffnung und ihrem
Argwohn, vor ihrem Tadel oder Beifall.

So einem nuetzt es nichts, mit unsaeglicher Vorsicht die Treppen zu
steigen. Alle werden im Wohnzimmer sein, und die Tuere muss nur gehn,
so sehen sie hin. Er bleibt im Dunkel, er will ihre Fragen abwarten.
Aber dann kommt das AErgste. Sie nehmen ihn bei den Haenden, sie ziehen
ihn an den Tisch, und alle, soviel ihrer da sind, strecken sich
neugierig vor die Lampe. Sie haben es gut, sie halten sich dunkel,
und auf ihn allein faellt, mit dem Licht, alle Schande, ein Gesicht zu
haben.

Wird er bleiben und das ungefaehre Leben nachluegen, das sie ihm
zuschreiben, und ihnen allen mit dem ganzen Gesicht aehnlich werden?
Wird er sich teilen zwischen der zarten Wahrhaftigkeit seines Willens
und dem plumpen Betrug, der sie ihm selber verdirbt? Wird er es
aufgeben, das zu werden, was denen aus seiner Familie, die nur noch
ein schwaches Herz haben, schaden koennte?

Nein, er wird fortgehen. Zum Beispiel waehrend sie alle beschaeftigt
sind, ihm den Geburtstagstisch zu bestellen mit den schlecht erratenen
Gegenstaenden, die wieder einmal alles ausgleichen sollen. Fortgehen
fuer immer. Viel spaeter erst wird ihm klar werden, wie sehr er sich
damals vornahm, niemals zu lieben, um keinen in die entsetzliche Lage
zu bringen, geliebt zu sein. Jahre hernach faellt es ihm ein und, wie
andere Vorsaetze, so ist auch dieser unmoeglich gewesen. Denn er hat
geliebt und wieder geliebt in seiner Einsamkeit; jedesmal mit
Verschwendung seiner ganzen Natur und unter unsaeglicher Angst um die
Freiheit des andern. Langsam hat er gelernt, den geliebten Gegenstand
mit den Strahlen seines Gefuehls zu durchscheinen, statt ihn darin zu
verzehren. Und er war verwoehnt von dem Entzuecken, durch die immer
transparentere Gestalt der Geliebten die Weiten zu erkennen, die sie
seinem unendlichen Besitzenwollen auftat.

Wie konnte er dann naechtelang weinen vor Sehnsucht, selbst so
durchleuchtet zu sein. Aber eine Geliebte, die nachgiebt, ist noch
lang keine Liebende. O, trostlose Naechte, da er seine flutenden Gaben
in Stuecken wiederempfing, schwer von Vergaenglichkeit. Wie gedachte er
dann der Troubadours, die nichts mehr fuerchteten als erhoert zu sein.
Alles erworbene und vermehrte Geld gab er dafuer hin, dies nicht noch
zu erfahren. Er kraenkte sie mit seiner groben Bezahlung, von Tag zu
Tag bang, sie koennten versuchen, auf seine Liebe einzugehen. Denn er
hatte die Hoffnung nicht mehr, die Liebende zu erleben, die ihn
durchbrach.

Selbst in der Zeit, da die Armut ihn taeglich mit neuen Haerten
erschreckte, da sein Kopf das Lieblingsding des Elends war und ganz
abgegriffen, da sich ueberall an seinem Leibe Geschwuere aufschlugen wie
Notaugen gegen die Schwaerze der Heimsuchung, da ihm graute vor dem
Unrat, auf dem man ihn verlassen hatte, weil er seinesgleichen war:
selbst da noch, wenn er sich besann, war es sein groessestes Entsetzen,
erwidert worden zu sein. Was waren alle Finsternisse seither gegen
die dichte Traurigkeit jener Umarmungen, in denen sich alles verlor.
Wachte man nicht auf mit dem Gefuehl, ohne Zukunft zu sein? Ging man
nicht sinnlos umher ohne Anrecht auf alle Gefahr? Hatte man nicht
hundertmal versprechen muessen, nicht zu sterben? Vielleicht war es
der Eigensinn dieser argen Erinnerung, die sich von Wiederkunft zu
Wiederkunft eine Stelle erhalten wollte, was sein Leben unter den
Abfaellen waehren liess. Schliesslich fand man ihn wieder. Und erst dann,
erst in den Hirtenjahren, beruhigte sich seine viele Vergangenheit.

Wer beschreibt, was ihm damals geschah? Welcher Dichter hat die
UEberredung, seiner damaligen Tage Laenge zu vertragen mit der Kuerze des
Lebens? Welche Kunst ist weit genug, zugleich seine schmale,
vermantelte Gestalt hervorzurufen und den ganzen UEberraum seiner
riesigen Naechte.

Das war die Zeit, die damit begann, dass er sich allgemein und anonym
fuehlte wie ein zoegernd Genesender. Er liebte nicht, es sei denn, dass
er es liebte, zu sein. Die niedrige Liebe seiner Schafe lag ihm nicht
an; wie Licht, das durch Wolken faellt, zerstreute sie sich um ihn her
und schimmerte sanft ueber den Wiesen. Auf der schuldlosen Spur ihres
Hungers schritt er schweigend ueber die Weiden der Welt. Fremde sahen
ihn auf der Akropolis, und vielleicht war er lange einer der Hirten in
den Baux und sah die versteinerte Zeit das hohe Geschlecht ueberstehen,
das mit allem Erringen von Sieben und Drei die sechzehn Strahlen
seines Sterns nicht zu bezwingen vermochte. Oder soll ich ihn denken
zu Orange, an das laendliche Triumphtor geruht? Soll ich ihn sehen im
seelengewohnten Schatten der Allyscamps, wie sein Blick zwischen den
Graebern, die offen sind wie die Graeber Auferstandener, eine Libelle
verfolgt?

Gleichviel. Ich seh mehr als ihn, ich sehe sein Dasein, das damals
die lange Liebe zu Gott begann, die stille, ziellose Arbeit. Denn
ueber ihn, der sich fuer immer hatte verhalten wollen, kam noch einmal
das anwachsende Nichtanderskoennen seines Herzens. Und diesmal hoffte
er auf Erhoerung. Sein ganzes, im langen Alleinsein ahnend und
unbeirrbar gewordenes Wesen versprach ihm, dass jener, den er jetzt
meinte, zu lieben verstuende mit durchdringender, strahlender Liebe.
Aber waehrend er sich sehnte, endlich so meisterhaft geliebt zu sein,
begriff sein an Fernen gewohntes Gefuehl Gottes aeussersten Abstand.
Naechte kamen, da er meinte, sich auf ihn zuzuwerfen in den Raum;
Stunden voller Entdeckung, in denen er sich stark genug fuehlte, nach
der Erde zu tauchen, um sie hinaufzureissen auf der Sturmflut seines
Herzens. Er war wie einer, der eine herrliche Sprache hoert und
fiebernd sich vornimmt, in ihr zu dichten. Noch stand ihm die
Bestuerzung bevor, zu erfahren, wie schwer diese Sprache sei; er wollte
es nicht glauben zuerst, dass ein langes Leben darueber hingehen koenne,
die ersten, kurzen Scheinsaetze zu bilden, die ohne Sinn sind. Er
stuerzte sich ins Erlernen wie ein Laeufer in die Wette; aber die Dichte
dessen, was zu ueberwinden war, verlangsamte ihn. Es war nichts
auszudenken, was demuetigender sein konnte als diese Anfaengerschaft.
Er hatte den Stein der Weisen gefunden, und nun zwang man ihn, das
rasch gemachte Gold seines Gluecks unaufhoerlich zu verwandeln in das
klumpige Blei der Geduld. Er, der sich dem Raum angepasst hatte, zog
wie ein Wurm krumme Gaenge ohne Ausgang und Richtung. Nun, da er so
muehsam und kummervoll lieben lernte, wurde ihm gezeigt, wie nachlaessig
und gering bisher alle Liebe gewesen war, die er zu leisten vermeinte.
Wie aus keiner etwas hatte werden koennen, weil er nicht begonnen
hatte, an ihr Arbeit zu tun und sie zu verwirklichen.

In diesen Jahren gingen in ihm die grossen Veraenderungen vor. Er
vergass Gott beinah ueber der harten Arbeit, sich ihm zu naehern, und
alles, was er mit der Zeit vielleicht bei ihm zu erreichen hoffte, war
"sa patience de supporter une ame". Die Zufaelle des Schicksals, auf
die die Menschen halten, waren schon laengst von ihm abgefallen, aber
nun verlor, selbst was an Lust und Schmerz notwendig war, den
gewuerzhaften Beigeschmack und wurde rein und nahrhaft fuer ihn. Aus
den Wurzeln seines Seins entwickelte sich die feste, ueberwinternde
Pflanze einer fruchtbaren Freudigkeit. Er ging ganz darin auf, zu
bewaeltigen, was sein Binnenleben ausmachte, er wollte nichts
ueberspringen, denn er zweifelte nicht, dass in alledem seine Liebe war
und zunahm. Ja, seine innere Fassung ging so weit, dass er beschloss,
das Wichtigste von dem, was er frueher nicht hatte leisten koennen, was
einfach nur durchwartet worden war, nachzuholen. Er dachte vor allem
an die Kindheit, sie kam ihm, je ruhiger er sich besann, desto
ungetaner vor; alle ihre Erinnerungen hatten das Vage von Ahnungen an
sich, und dass sie als vergangen galten, machte sie nahezu zukuenftig.
Dies alles noch einmal und nun wirklich auf sich zu nehmen, war der
Grund, weshalb der Entfremdete heimkehrte. Wir wissen nicht, ob er
blieb; wir wissen nur, dass er wiederkam.

Die die Geschichte erzaehlt haben, versuchen es an dieser Stelle, uns
an das Haus zu erinnern, wie es war; denn dort ist nur wenig Zeit
vergangen, ein wenig gezaehlter Zeit, alle im Haus koennen sagen,
wieviel. Die Hunde sind alt geworden, aber sie leben noch. Es wird
berichtet, dass einer aufheulte. Eine Unterbrechung geht durch das
ganze Tagwerk. Gesichter erscheinen an den Fenstern, gealterte und
erwachsene Gesichter von ruehrender AEhnlichkeit. Und in einem ganz
alten schlaegt ganz ploetzlich blass das Erkennen durch. Das Erkennen?
Wirklich nur das Erkennen?--Das Verzeihen. Das Verzeihen wovon?--Die
Liebe. Mein Gott: die Liebe.

Er, der Erkannte, er hatte daran nicht mehr gedacht, beschaeftigt wie
er war: dass sie noch sein koenne. Es ist begreiflich, dass von allem,
was nun geschah, nur noch dies ueberliefert ward: seine Gebaerde, die
unerhoerte Gebaerde, die man nie vorher gesehen hatte; die Gebaerde des
Flehens, mit der er sich an ihre Fuesse warf, sie beschwoerend, dass sie
nicht liebten. Erschrocken und schwankend hoben sie ihn zu sich
herauf. Sie legten sein Ungestuem nach ihrer Weise aus, indem sie
verziehen. Es muss fuer ihn unbeschreiblich befrei end gewesen sein,
dass ihn alle missverstanden, trotz der verzweifelten Eindeutigkeit
seiner Haltung. Wahrscheinlich konnte er bleiben. Denn er erkannte
von Tag zu Tag mehr, dass die Liebe ihn nicht betraf, auf die sie so
eitel waren und zu der sie einander heimlich ermunterten. Fast musste
er laecheln, wenn sie sich anstrengten, und es wurde klar, wie wenig
sie ihn meinen konnten.

Was wussten sie, wer er war. Er war jetzt furchtbar schwer zu lieben,
und er fuehlte, dass nur Einer dazu imstande sei. Der aber wollte noch
nicht.



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